
Corporate Democratic Responsibility
Corporate Democratic Responsibility (CDR) – auch als Corporate Democratic Governance (CDG) bezeichnet – steht im Verständnis des Weserwirtschaftsforums für die gemeinsame Verantwortung von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Medien und Zivilgesellschaft, demokratische und gesellschaftliche Transformationsprozesse in der offiziellen Weserregion im partnerschaftlichen Dialog zu entwickeln, zu gestalten und wirksam voranzubringen.
Die Welt befindet sich in einem tiefgreifenden und zunehmend beschleunigten Wandel. Der aktuelle Jahresbericht des V-Dem Instituts an der Universität Göteborg in Schweden zeigt, dass im Jahr 2025 erstmals seit zwei Jahrzehnten weltweit mehr Autokratien als Demokratien bestehen. Diese Entwicklung verdeutlicht die wachsenden Herausforderungen für demokratische Systeme im globalen Kontext. Auch innerhalb Deutschlands zeigen sich in den 16 Bundesländern unterschiedliche politische Entwicklungen, die sich in Wahlverhalten, Parteipräferenzen und gesellschaftlichen Strömungen widerspiegeln. Besonders auf kommunaler Ebene stehen demokratische Grundprinzipien vor Herausforderungen, wenn persönliche Netzwerke, Vetternwirtschaft, intransparente Entscheidungsprozesse oder geschlossene Strukturen die Chancengleichheit, Teilhabe und Transparenz beeinträchtigen. Umso wichtiger sind Offenheit, Öffentlichkeit, demokratische Beteiligung und eine starke Zivilgesellschaft als Grundlage für Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Globale Ereignisse wirken dabei unmittelbar auf nationale Strukturen und entfalten zugleich einen starken Einfluss auf regionale Ebenen innerhalb einzelner Staaten.
Der globale Einfluss auf regionale Ebenen in Deutschland zeigt sich durch internationale Wirtschaftsbeziehungen, digitale Vernetzung und globale Krisen, die Politik, Gesellschaft und den Alltag stark verändern. Gleichzeitig kann dies Demokratie gefährden, wenn Desinformation über soziale Medien verbreitet wird, wirtschaftliche Unsicherheiten entstehen oder Menschen das Vertrauen in politische Entscheidungen und demokratische Institutionen verlieren. Desto wichtiger und bedeutender werden die Stärkung regionaler Strukturen, der Dialog auf regionaler Ebene und die Fokussierung auf regionale Herausforderungen.
Demokratie vor Ort stärken bedeutet Teilhabe und Partizipation für alle Menschen, und dies wiederum bedeutet eine Stärkung der politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Zukunfts- und Resilienzfähigkeit.
Vor diesem Hintergrund rückt die zentrale Frage nach der Resilienz der Demokratie und Corporate Democratic Responsibility zunehmend in den Fokus. Das Weserwirtschaftsforum verfolgt das Ziel, Akteurinnen und Akteure sowie Institutionen aus der offiziellen Weserregion zusammenzubringen, um den aktuellen Zustand von Demokratie, Diversität und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu analysieren, zu reflektieren und weiterzudenken. Einmal jährlich organisiert das Forum in Hameln eine Konferenz für den interdisziplinären Dialog regionaler Entscheidungsträger und Menschen in Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Zivilgesellschaft, um im gemeinsamen Dialog über gesellschaftspolitische Entwicklungen zu diskutieren und zukunftsweisende Impulse für eine nachhaltige, demokratische und gerechte Transformation der offiziellen Weserregion zu setzen.








