
Alleine oder gemeinsam
komplexe Themen angehen?
Die offizielle Weserregion entwickelt sich zu einer vernetzten Zukunftsregion Europas, in der Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Weserregion ist ein einzigartiger Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum, der sich über mehrere Bundesländer, Landkreise und Städte erstreckt. Angesichts großer Herausforderungen wie Klimawandel, demografischem Wandel, Digitalisierung, Demokratiefeindlichkeit, Fachkräftemangel, gesellschaftlicher Transformation reichen traditionelle kommunale Verwaltungsgrenzen, politisches Parteidenken und Alleingänge von Unternehmen und Organisationen zunehmend nicht mehr aus, um nachhaltige Lösungen vor Ort zu entwickeln.
Regional Governance Weserregion verfolgt daher das Ziel, eine zukunftsfähige Form der gemeinsamen Zusammenarbeit und Dialog in der offiziellen Weserregion zu etablieren, die auf Zusammenkünfte, persönliche Gespräche, Vernetzung, Partnerschaft und gemeinsamer Verantwortung basiert. Unter der Federführung des Weserwirtschaftsforums entsteht ein offenes Forum aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft, das die Zukunft der Weserregion gemeinsam demokratisch, gesellschaftlich und ökonomisch gestaltet.
Wie beeinflussen globale Entwicklungen lokale und regionale Herausforderungen?
Häufig investieren Unternehmen und Politik in veraltete Maßnahmen und unterschätzen dabei den erheblichen Einfluss globaler Entwicklungen auf die eigene Region. Internationale Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wirken sich unmittelbar auf die Weserregion aus. Dieses Bewusstsein ist in Kommunen und Unternehmen jedoch vielfach noch unzureichend ausgeprägt. Insbesondere in ländlichen Regionen wird häufig an überholten Denkweisen, Strukturen und Entscheidungslogiken festgehalten. Diese Kurzsichtigkeit hat weitreichende Folgen auf allen Ebenen: Demokratiefeindlichkeit, Klüngelei, Jugendabwanderung, demografischer Wandel, Fachkräftemangel und Leerstand sind nur einige Beispiele. Das Weserwirtschaftsforum stößt mit Regional Governance Weserregion diesen notwendigen Zukunftsdiskurs in der offiziellen Weserregion an.
Gemeinsame Weserregion.
Gemeinsame Zukunft.
Vorbild sind erfolgreiche Kooperationsmodelle wie die offizielle Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG), die zeigt, dass komplexe Herausforderungen nur durch Dialoge, Zusammenkünfte und abgestimmtes Handeln über Grenzen hinweg wirksam gelöst werden können oder die grenzüberschreitende Strompreiszone zwischen Schleswig-Holstein, Hamburg und West-Dänemark namens “Nordic Twin Sea Zone” – ein Effizienz- und Standortmodell zur besseren Preis- und Netzlogik der Energiewende.
Die Vision ist eine starke, innovative und nachhaltige Weserregion, die ihre Potenziale bündelt und als gemeinsamer Wirtschafts- und Lebensraum sichtbar wird. Durch regelmäßige Dialoge, Austauschformate, strategische Partnerschaften und die Entwicklung gemeinsamer Projekte sollen Zukunftsthemen wie Corporate Democratic Responsibility (CDR), Ökonomie und Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Klima- und Ressourcenschutz, Bildung und Fachkräftesicherung sowie gesellschaftlicher, sozialer und demokratischer Zusammenhalt aktiv vorangetrieben werden.
Die Regional Governance Weserregion versteht sich nicht als zusätzliche Verwaltungsebene, sondern als unbürokratischer und unabhängiger Raum für Dialog, Kooperation, Wissenstransfer und regionale Wertschöpfung. Ziel ist es, Kräfte und Ressourcen zu bündeln, über Best Practices informieren und austauschen, Synergien zu schaffen und die offizielle Weserregion als Modellraum für nachhaltige Entwicklung sowie für ökonomische, zivilgesellschaftliche und demokratische Zukunftsfähigkeit in Deutschland und Europa zu positionieren – Für die Menschen und Organisationen in der Heimatregion.