Demokratie und
Soziale Marktwirtschaft
Das Grundgesetz bildet nicht allein die verfassungsrechtliche Grundlage unseres demokratischen und freiheitlichen Staates, sondern zugleich das normative Fundament der Sozialen Marktwirtschaft, von der Bürgerinnen und Bürger, Staat und Gesellschaft in vielfältiger Weise profitieren. Damit Unternehmen in Deutschland ihre Innovationskraft voll entfalten können, bedarf es stabiler demokratischer Institutionen sowie verlässlicher ordnungspolitischer Rahmenbedingungen im Geiste der Sozialen Marktwirtschaft.
Als tragende Säule unseres Gemeinwesens gehört das Grundgesetz zu den herausragenden Errungenschaften der Bundesrepublik Deutschland. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind dabei nicht als selbstverständlich vorauszusetzen, sondern stellen die unabdingbare Grundlage einer funktionsfähigen und nachhaltigen Wirtschaftsordnung dar. Auch der Zugang von Unternehmen zu Kapitalmärkten steht in engem Zusammenhang mit ihren Möglichkeiten, zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen beizutragen.
Grundrechte ermöglichen Soziale Marktwirtschaft
Obgleich die Soziale Marktwirtschaft im Grundgesetz nicht ausdrücklich benannt ist, wird sie durch die Verpflichtung auf eine soziale und demokratische Staatsordnung sowie durch die Gewährleistung zentraler Grundrechte substantiell getragen. Hierzu zählen insbesondere das Eigentumsrecht, die Freiheit der Berufswahl und Arbeitsplatzwahl sowie die Vertrags- und Koalitionsfreiheit. Diese Grundrechte ermöglichen die Entfaltung marktwirtschaftlicher Dynamiken und bilden damit die Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand.
Zugleich ist die Soziale Marktwirtschaft stets Ausdruck einer gestaltenden staatlichen Verantwortung, die darauf gerichtet ist, neben wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit auch soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund lädt das Weserwirtschaftsforum Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein, diesen grundlegenden Diskurs in der Weserregion fortzuführen und nachhaltig zu vertiefen.