
Starke Frauen. Führung neu denken.
Gleichstellung und Frauen in Führungspositionen – ein Standortfaktor für den ländlichen Raum
Gleichstellung, gezielte Frauenförderung und der stärkere Zugang von Frauen zu Führungspositionen sind keine gesellschaftspolitischen Randthemen, sondern zentrale Zukunftsfragen für Wirtschaft, Verwaltung und Politik – insbesondere im ländlich geprägten Raum entlang der Weser. Unternehmen und Arbeitgeber stehen heute vor tiefgreifenden Herausforderungen: dem demografischen Wandel, dem zunehmenden Fach- und Führungskräftemangel, veränderten Erwartungen jüngerer Generationen sowie dem Wettbewerbsdruck um qualifizierte Arbeitskräfte. Gerade in ländlichen Regionen kann es sich kein Unternehmen leisten, auf einen wesentlichen Teil des vorhandenen Potenzials zu verzichten.
Frauen stellen einen großen Anteil der gut ausgebildeten Fachkräfte. Dennoch sind sie – insbesondere auf dem Land – in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. Gründe dafür liegen weniger in fehlender Qualifikation als in strukturellen Rahmenbedingungen, tradierten Rollenbildern und mangelnder Sichtbarkeit von Karrierewegen. Für Unternehmen bedeutet dies ungenutzte Kompetenzen, geringere Innovationskraft und eine schwächere Wettbewerbsposition.
Zahlreiche Studien zeigen: Gemischt geführte Teams und eine stärkere Beteiligung von Frauen in Entscheidungsprozessen führen zu besseren wirtschaftlichen Ergebnissen, höherer Mitarbeiterzufriedenheit und nachhaltigerem unternehmerischem Handeln. Diversität in Führung stärkt Innovationsfähigkeit, Risikobewusstsein und Kundenorientierung – alles Faktoren, die gerade für mittelständische Unternehmen im ländlichen Raum von hoher Bedeutung sind.
Für Arbeitgeber ist eine familienfreundliche, gleichstellungsorientierte Unternehmenskultur zudem ein entscheidender Standortvorteil. Sie erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber, bindet Fachkräfte langfristig und erleichtert die Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch aus urbanen Räumen. Frauen in Führungspositionen wirken dabei als wichtige Vorbilder und Signale für moderne, zukunftsorientierte Organisationen.
Auch für Verwaltungen und politische Akteure ist die Förderung von Gleichstellung ein wesentlicher Hebel zur regionalen Entwicklung. Starke Frauen in Wirtschaft und Führung sichern Wertschöpfung vor Ort, fördern unternehmerische Gründungen, stabilisieren kommunale Strukturen und tragen dazu bei, dass ländliche Regionen als lebenswerte und leistungsfähige Räume wahrgenommen werden.
Das Weserwirtschaftsforum e. V. versteht Gleichstellung und Frauenförderung daher als integralen Bestandteil einer nachhaltigen Wirtschafts- und Standortentwicklung. Die gezielte Unterstützung von Frauen, der Abbau struktureller Hürden und die Stärkung weiblicher Führung sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Region – für Unternehmen, Beschäftigte und die Gesellschaft insgesamt.