
Fragen und Antworten
Was ist die „Charta der Demokratie“?
Die „Charta der Demokratie“ ist eine Initiative des „Weserwirtschaftsforum e.V. – Demokratie. Diversity. Denkvielfalt.“ zur Förderung demokratischer Werte, gesellschaftlicher Verantwortung und demokratischer Teilhabe in Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Charta versteht sich als gemeinsames Bekenntnis von Unternehmen, Organisationen und Institutionen sowie Zivilgesellschaft zu einer offenen, pluralen und resilienten Demokratie.
Was ist das Ziel der Charta?
Ziel der Initiative ist es, Unternehmen, Organisationen und Institutionen sichtbar zu machen, die sich für demokratische Grundwerte, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung engagieren. Gleichzeitig sollen Mitarbeitende in ihrem demokratischen und kommunalpolitischen Engagement gestärkt und Arbeitgeber ermutigt werden, hierfür unterstützende Rahmenbedingungen zu schaffen.
Welche Verantwortung tragen Unternehmen
in der Demokratie?
Demokratie bildet den legitimatorischen und ordnungspolitischen Rahmen der sozialen Marktwirtschaft und wird gemeinsam mit ihr oft als „Geschwisterpaar“ verstanden, da beide auf Freiheit und gesellschaftlicher Teilhabe beruhen. Durch Rechtsstaatlichkeit, fairen Wettbewerb, soziale Ausgleichsmechanismen und politische Mitbestimmung verbindet sie wirtschaftliche Freiheit mit sozialer Sicherheit und gesellschaftlichem Wohlstand.
Wer kann die Charta unterzeichnen?
Unterzeichnende der „Charta der Demokratie“ sind Unternehmen, Organisationen und Institutionen, die sich durch ihre Unterschrift freiwillig zur Umsetzung der Präambel und Grundsätzen der Charta verpflichten. Sie bekennen sich damit zur aktiven Förderung demokratischer Werte und demokratischer Teilhabe in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich.
Wer hat die Charta ins Leben gerufen?
Die Initiative wurde vom „Weserwirtschaftsforum e.V. – Demokratie. Diversity. Denkvielfalt“ gemeinsam mit Mitgliedern und Partnern ins Leben gerufen und lebt vom Engagement von Unternehmen, Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen. Mit dem Beitritt zur “Charta der Demokratie” können Akteure ihr Bekenntnis zu demokratischen Werten durch die Initiative sichtbar machen und die Werte und Grundsätze der Charta aktiv in ihrer Kommunikation und Unternehmenskultur tragen.
Welche Maßnahmen sind vorgesehen?
Die teilnehmenden Unternehmen, Organisationen und Institutionen gestalten ihre Maßnahmen im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung in Eigenverantwortung und fördern demokratisches Engagement durch geeignete Rahmenbedingungen, Förder- und Unterstützungsangebote. Unterzeichnende erhalten darüber hinaus Zugang zu Workshops, Kursen und Seminaren des Weserwirtschaftsforum e.V. zur Stärkung politischer und demokratischer Handlungskompetenz und gesellschaftlicher Teilhabe.
Wie werden die Unterzeichnenden sichtbar?
Nach der Unterzeichnung werden Unternehmen, Organisationen und Institutionen offiziell auf der Website des Weserwirtschaftsforums, auf der geplanten Webseite der „Charta der Demokratie“ und in einer öffentlichen Datenbank gelistet. Sie nutzen das Logo als Siegel. Unterzeichnende erhalten ein Signet, das sie als offene und demokratiefreundliches Unternehmen zum Beispiel auf ihrer eigenen Website, in Stellenausschreibungen, in der E-Mail-Signatur und andere Kommunikationskanäle öffentlich zeigen können.
Warum fördern Unternehmen politisches Engagement ihrer Mitarbeitenden?
Politisches Engagement macht Demokratie unmittelbar erlebbar und aktiv gestaltbar. Unternehmen setzen im Sinne der Corporate Democratic Responsibility (CDR) ein Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung, indem sie ihre Mitarbeitenden zu demokratischer Teilhabe und lokalem Engagement unterstützen und eine demokratische Unternehmenskultur pflegen.
Unterstützt die Charta bestimmte Parteien?
Nein! Das Weserwirtschaftsforum e.V. sowie die Initiative „Charta der Demokratie“ sind ausdrücklich parteipolitisch neutral. Im Mittelpunkt steht die Stärkung demokratischer Teilhabe unabhängig von Parteizugehörigkeit sowie die Förderung des Engagements für politische Mandate auf regionaler und kommunaler Ebene im Sinne einer offenen und pluralen Demokratie.